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Ausflug zu thyssenkrupp Steel Europe nach Duisburg

Einmal jährlich machen unsere Auszubildenden einen gemeinsamen Ausflug. In den letzten Jahren besuchten sie das Technikmuseum in Speyer, den Maschinenhersteller Trumpf in Ditzingen und die Fachmesse Blechexpo in Stuttgart. In diesem Jahr ging es am 21. Februar um 6:00 Uhr für 26 Auszubildende mit den beiden Ausbildungsleitern Franz Ermtraud und Artur Becker nach Duisburg.

In Duisburg durften sie das Werk von thyssenkrupp Steel Europe besichtigen. Ein Gelände, fast fünfmal so groß wie Monaco, auf dem so viele Menschen arbeiten, wie in einer deutschen Kleinstadt leben. Das gesamte Straßennetz entspricht der Entfernung zwischen Essen und Köln und mit den Gleisen des Güterverkehrs könnte man die Städte Essen und Hamburg verbinden. Vier Hochöfen erzeugen hier jeden Tag mehr als 30.000 Tonnen Roheisen. Im Jahr werden rund zwölf Millionen Tonnen Stahl produziert.

In einer 3-stündigen Führung über das Werksgelände konnten unsere jungen Mitarbeiter den vollständigen Prozess der Stahlherstellung hautnah miterleben. Vom Eisenerz und der Kokskohle bis zum Stahlblech.

Im Hochofen werden die eisenhaltigen Einsatzstoffe mit Hilfe des Kokses zu flüssigem Roheisen reduziert und geschmolzen. Dies geschieht bei Temperaturen weit über 1.000 °C. Das im Hochofen entstandene flüssige Roheisen wird im Stahlwerk unter anderem durch den Entzug von Kohlenstoff in Rohstahl umgewandelt. Nach der Feinlegierung wird der Stahl im Stranggussverfahren zu Brammen (kompakte Stahlblöcke: ca. 20 cm dick, ca. 1,5 m breit und ca. 10 m lang) vergossen.

Anschließend gab es noch einen leckeren Mittagsimbiss bei einem unserer Vormaterial-Lieferanten in Krefeld mit kurzer Besichtigung seiner Lagerflächen für Stahlblech. Mit sehr vielen imposanten Eindrücken ging es dann gegen 15:00 Uhr wieder nach Hause.